Aus der Not heraus, dass ich bei der Arbeit nichts zu essen bekomme (die Pause ist zu kurz, um irgendwo essen zu gehen und „im Haus“ gibt es tatsächlich nichts zu kaufen, keine Mensa oder sonstwas), habe ich nach und nach angefangen, mir etwas mitzunehmen. Da mir mit der Zeit Brot oder Müsli zu langweilig wurden, kamen irgendwann ausgefallenere Sachen dazu. Das bedeutete aber auch, dass ich das ganze Essen irgendwie transportieren musste. Plastiktüten und Co. kamen und kommen natürlich nicht in Frage und so habe ich mittlerweile eine ordentliche Sammlung zusammengetragen, mit der sich Essen sowohl mitnehmen, als auch mal im Kühlschrank lagern oder sogar einfrieren lässt. Meine bessere Hälfte meinte mal eines Morgens zu mir „Brauchst du nen Hänger?“ – mit „Hänger“ ist bei den Schwaben übrigens so ein Anhänger für’s Auto gemeint. So weit ist es zwar noch nicht gekommen, aber mein Essen hat sogar eine eigene Tasche und ich freue mich manchmal abends schon auf das, was ich am nächsten Tag bei der Arbeit esse… Hier kommen also meine Favoriten, was das Essen (und Trinken) mitnehmen und aufbewahren angeht.

1. Marmeladengläser
Darin nehme ich am liebsten Porridge mit zur Arbeit. Eingepackt in eine dicke (nicht von mir) selbstgestrickte Socke bleibt es sogar bis zu 3 Stunden warm. Marmeladengläser eignen sich aber auch super, um Essensreste in den Kühlschrank zu stellen und auch, um sie einzufrieren. Wichtig: Fürs Einfrieren darf man die Gläser nicht zu voll machen, sonst können sie platzen (ist bei mir noch nie passiert). Gläser mit Plastikdeckeln sind hilfreich, da die Deckel nicht rosten können, aber auch bei den normalen Metalldeckeln passiert das nicht zu schnell. Und da man sowieso immer mal wieder neue Gläser im Haus hat, lassen sie sich nach einer Weile auch gut austauschen. Übrigens eignen sich Gläser mit einer recht großen Öffnung besonders gut, da kommt man mit seinem Besteck gut rein…

2. Edelstahldosen
Edelstahldosen sind quasi unkaputtbar und man bekommt sie in allen möglichen Varianten. Mein Favorit sind dabei die Dosen von KidsKonserve. Die haben einen absolut dichten Deckel und man bekommt sie in verschiedenen Größen.

3. Boc’n’Roll
Von der Firma Roll’n’Eat gibt es spezielle Verpackungen für Brote, Sandwiches und Co. Darin friere ich auch gerne mal Brot ein.

4. Snack’n’go
Von Roll’n’Eat gibt es seit einer Weile auch die Snack’n’go. Das sind eigentlich nur kleine „Tüten“ mit Klettverschluss, die sich in der Spülmaschine waschen lassen. Darin kann man z.B. Nüsse mitnehmen, aber auch Sandwiches.

5. Alte Smoothieflaschen
Alte Flaschen eignen sich super, um Suppe oder Shakes mitzunehmen.

6. Alte Brot- oder Haferflockentüten
Tüten, in denen Brot oder z.B. Haferflocken verpackt waren, hebe ich immer auf. Darin lässt sich dann mal ein selbstgebackenes Brot oder Nüsse oder so einpacken.

7. Edelstahlflaschen
Ich besitze mittlerweile 2 Flaschen von Ecotanka, da ich den Reduzierverschluss unglaublich praktisch finde. Es gibt mittlerweile aber viele verschiedene Hersteller. Darüber habe ich hier schon mal was geschrieben. Der Vorteil an Edelstahl ist, dass die Flachen bpa-frei sind und man sie nicht so leicht kaputt bekommt. Wer nur halbwegs so schusselig ist wie ich wird das zu schätzen wissen… Meine Flaschen haben mittlerweile schon den ein oder anderen Sturz überlebt. Bis auf ein paar kleine Dellen ist ihnen nichts passiert. Die Edelstahlflaschen sind nicht zu verwechsel mit den guten alten Aluflaschen. Wer nicht weiß, was an Alu das Problem ist, sollte sich ein eigenes Bild machen – ich versuche darauf zu verzichten.

8. Coffee to go
Dass ich mir Kaffee mit zur Arbeit nehme, liegt nun nicht daran, dass ich dort keinen bekomme. Vielmehr finde ich den Kaffee so ungenießbar, dass ich mir doch lieber meinen eigenen mitnehme. Außerdem ist mir ein guter Kaffee an einem blöden Morgen echt was wert und nichts geht über meinen Bio-Fairtrade-Espresso mit geschäumter Hafermilch! Nachdem mein Becher von alfi leider recht schnell kaputt ging (der Deckel ließ sich nicht mehr richtig schließen, da irgendein kleines Plastikteilchen abgebrochen ist), nutze ich mittlerweile einen Becher von emsa. Den bekommt man in zwei Größen. Bisher ist mein Becher absolut dicht und lässt sich gut in der Spülmaschine spülen. Auch nach einem halben Jahr fast täglichen Gebrauchs ist der Becher noch wie neu.