Endlich ohne Palmöl! Selbstgemachte Margarine in 30 Minuten

Margarine

Wer sich für das Thema Palmöl interessiert, merkt recht schnell, dass die Auswahl an veganer Margarine sehr begrenzt ist. Man findet immer wieder unterschiedliche Infos, von „so ziemlich jede Margarine ist ohne Palmöl“ bis hin zu „Keine Margarine ist ohne Palmöl“. Eine Übersicht veganer, palmölfreier Margarinen findet ihr hier: http://www.utopia.de/produktguide/essen-trinken-39/palmoelfreie-margarine Bei Sojola ist wohl nicht bekannt, woher das Sojaöl stammt.

Da mir dieses Hin und Her irgendwann zu blöd war, mir die langen Zutatenlisten von Margarine sowieso nicht gefallen und ich versuche, eher weniger als mehr Plastik zu kaufen, habe ich mich auf die Suche nach einer Alternative gemacht. Zum Kochen und Backen nehme ich mittlerweile Pflanzenöl, das ist kein Problem. Nur für Margarine als Brotbelag hatte ich bisher keine Lösung.

Wie immer in solchen Fällen befragte ich also erst einmal Google. Und siehe da, ich stieß auf den Blog „Die kluge Hausfrau“ – dort fand ich ein super einfaches Rezept für vegane Margarine. Vielen Dank! Ihr findet hier lediglich eine leichte Abwandlung dieses Rezepts.

Joannisbrotkernmehl und Salz habe ich der Einfachheit halber weggelassen (und weil ich Salz in Margarine nicht mag). Das Ergebnis finde ich super! Zwei Zutaten, die man lange zu Hause lagern kann und 5 Minuten Arbeitsaufwand. Man kann sich den Geschmack je nach Lieblingsöl selbst aussuchen (für ein deftiges Brot kann man z.B. Olivenöl verwenden). Die Margarine schmilzt schneller als gekaufte, das stört mich aber nicht.

Für einen Buttergeschmack wird übrigens immer wieder Albaöl empfohlen (mein Verdacht: das wesentlich günstigere Biskin mit Butteraroma – noch dazu in der Glasflasche –  ist nix anderes) – das Rezept funktioniert aber mit so ziemlich jedem Speiseöl, würde ich mal behaupten. Die Kakaobutter (natürlich bio und Fairtrade: http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=5765) schmeckt für mich nicht nach Kakao, sie sorgt für die Konsistenz. Es gibt aber einige Leute, die den Kakao trotzdem deutlich rausschmecken (kommt wohl auch auf das Öl und den Belag an).

Wichtig: Kakaobutter ist nicht völlig unbedenklich, aber ich persönlich kann damit besser leben als mit Palmölprodukten. Bei Kakaobutter ist es wenigstens möglich, auf bio und Fairtrade zu achten und Kakaobäume können auch in Gebieten außerhalbs des Regenwalds wachsen.

Manchen schmeckt die Margarine zu sehr nach Kakao, andere finden sie genial. Am besten stellt ihr erst einmal eine kleine Menge her, um zu testen, ob sie euch schmeckt. Ich verwende die Margarine nur noch für süße Brote, also mit Marmelade, weil ich unter deftigem Belag vegane Majo besser finde. Es macht auch einen großen Unterschied, welches Öl ihr verwendet. Je neutraler das Öl, desto stärker kommt der Kakaogeschmack raus.

Margarine ohne Palmöl

Zutaten

  • 40 g Kakaobutter
  • 140 g Pflanzenöl (das, was man sonst auch gerne mag)
  • Faustregel: 1 Teil Kakaobutter auf ca. 3,5 Teile Öl

Zubereitung

  1. Kakaobutter in einem kleinen Topf schmelzen.
  2. Öl dazugeben und kurz verrühren.
  3. Kaltstellen und zwischendurch immer mal wieder gut durchrühren bis die Margarine die gewünschte Konsistenz erreicht hat.
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