Heute habe ich wieder mal eine Diskussion bei Google+ mitgelesen. Es ging um diesen Artikel: http://www.sueddeutsche.de/leben/psychologie-des-fleischkonsums-warum-wir-rinder-aber-keine-hunde-essen-1.1605821

Natürlich kamen sofort die typischen Kommentare auf: „Veganer können nicht genießen“, „eine vegane Ernährung ist unnatürlich“, „der Mensch muss nunmal Fleisch essen“ bis hin zum typischen „Veganer haben einen Mangel“. Diese „Argumente“ kennt wohl jeder Veganer.

Es wurde argumentiert, dass Fleischessen natürlich sei. Dass es zahlreiche Studien gibt, die belegen, dass Veganer einen Mangel haben. Genauso wurde aber von Veganern argumentiert, dass Fleischessen ungesund sei und dass unsere nächsten Verwandten Vegetarier wären. Ganz ehrlich: Solche Diskussionen bringen meiner Meinung nach nichts. Wenn man sich darauf einlässt, auf diese „Argumente“ einzugehen, geht die eigentliche Frage unter.

Denn die eigentliche Frage ist doch: Ist es heutzutage noch notwendig, Fleisch zu essen? Es ist mir egal, ob der Mensch früher Fleisch gegessen hat oder nicht. Es ist mir egal, ob unser Gebiss zum Schneiden von Fleisch oder Zermahlen von Pflanzenfasern vorgesehen ist. Es ist mir auch egal, ob unsere nächsten Verwandten Vegetarier sind. Wir haben in den Deutschland den Luxus, dass wir eine so große Auswahl an Lebensmitteln haben, dass wir einfach kein Fleisch und auch keine tierischen Produkte mehr essen müssen. Also ist doch die Frage eher: Kann ich es verantworten, Tiere töten zu lassen, obwohl es nicht notwendig ist? Kann ich für meine persönliche Befriedigung, Fleisch zu essen, mit dieser Tatsache leben? Wenn ich das mit Ja beantworten kann, bringen mich Veganer nicht aus der Ruhe. Wenn ich das nur mit Nein beatnworten kann, muss ich entweder meine Ernährung ändern oder eben Fleisch mit einem schlechten Gewissen essen.