Über mich

Baujahr 1982, seit 2006 Veganerin. Zu Hause in der Wahlheimat Stuttgart.

Über die Rezepte

Die Mengenangaben sind normalerweise für 2 Personen.

Ich bin keine Fotografin, alle Fotos entstehen schnell vor dem Essen – mit meinem Handy, ohne extra gestalteten Hintergrund, ohne tolle Beleuchtung. Ich will mein Essen noch warm essen.

Ich versuche, auf allzu exotische Lebensmittel zu verzichten. Trotzdem kommen in meinen Rezepten auch mal Kakaobutter, Getreide, Hülsenfrüchte oder andere Zutaten vor, die nicht aus Deutschland stammen. Wenn es dafür aber eine heimische Alternative gibt, greife ich lieber zu dieser (z.B. Zucker statt Agavendicksaft).

Wieso vegan?

Die Kurzfassung für alle, die nicht lange lesen wollen: Ich möchte kein Mensch sein, der unnötig Tiere tötet, die Umwelt zerstört und Menschen ausbeutet. Da ich nun seit über 10 Jahren gesund vegan lebe, ist es für mich also unnötig, tierische Produkte zu mir zu nehmen, die genau das alles verursachen. Was ich von diesen Dingen vermeiden kann, versuche ich zu vermeiden – eben da, wo es möglich ist und wo es mir überhaupt bewusst ist.

Wieso keine Milch?

Kühe geben nur Milch, wenn sie Kälbchen zur Welt bringen. Diese Kälbchen müssen irgendwann „entsorgt“ werden und werden deshalb recht bald zu Kalbsfleisch verarbeitet. Die Milchkühe selbst werden geschlachtet, sobald sie nicht mehr genug Leistung bringen. Davon mal abgesehen: Die Haltungsbedingungen von Milchkühen sehen nicht unbedingt nach Urlaub aus und durch die jahrelange Hochleistung wird das Leben von Kühen drastisch verkürzt. Mittlerweile gibt es so viele vegane Milchalternativen, wieso also dieses unnötige Leid verursachen?

Wieso keine Eier?

Bei der Produktion von Legehennen fällt auch „Abfall“ an – nämlich die männlichen Küken. Wer denkt, dass diese Küken als Hähnchen auf dem Grill landen, täuscht sich. Dafür gibt es andere Rassen, die zwar weniger Eier legen, aber mehr Fleisch ansetzen. Einfach nur das Grillhähnchen zu meiden, bringt also nichts. Denn die männlichen Küken der Legehennen werden entweder lebendig vergast oder geschreddert. Und selbst wenn nicht: Die wenigsten Hühner leben glücklich auf einem Bauernhof und legen ein Ei, wenn es ihnen gerade Spaß macht. Auch da ist Leistung gefordert und das geht eben nur auf Kosten der Gesundheit und Lebenserwartung. Auch hier: Ich habe seit über zehn Jahren keine Eier gegessen, mein Kuchen gelingt auch ohne und wieso solte ich das alles dann in Kauf nehmen?

http://www.blog.terraveggia.de/legehennen-bioeier-und-kueken-sexen.html

Die Sache mit dem Hunger auf der Welt

Wieso verhungern auf der ganzen Welt Dörfer, während auf den Feldern nebenan z.B. Weizen in Massen angebaut wird? Weil wir damit zu einem Großteil unsere Nutztiere füttern. Diesen Missstand kann man am besten bekämpfen, indem man diese Nutztiere und ihre Produkte nicht konsumiert. Gerade mal ca. 35 % des Eiweißfutters, das wir an unsere Nutztiere füttern, kommt aus Deutschland. Der Rest wird um die halbe Welt gekarrt.

http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/welthunger-entwicklungspolitik-fleischfrage

Hier eine Stellungnahme des Bundestags zum Import von Futtermitteln:

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/100/1710054.pdf

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/083/1708337.pdf

Auch der BUND hat sich dazu geäußert:

https://germanwatch.org/de/download/2008.pdf

Die Originalstudie befand sich ursprünglich hier, allerdings ist der Link nicht mehr verfügbar:

http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/landwirtschaft/20081104_landwirtschaft_soja_fleisch_agrosprit_studie.pdf

Aber die Leute müssen nicht gleich sterben, man kann ihnen auch einfach die Möglichkeit nehmen, sich selbst zu versorgen:

http://www.schrotundkorn.de/2013/201308b01.php

Die Sache mit der Umwelt

Durch den Anbau von Futtermitteln im Ausland müssen diese irgendwie nach Deutschland kommen. Der Transport dieser Futtermittel belastet die Umwelt unnötig. Gleichzeitig fabrizieren Nutztiere einen nicht unerheblichen Teil Treibhausgase. Außerdem werden für Futtermittel sowie Weideflächen (oder eben Tierfabrikflächen) Flächen belegt, die man zu einem großen Teil z.B. direkt für den Anbau menschlicher Nahrung nutzen könnte. (Nein, Veganer sind nicht für das Abholzen des Regenwalds verantwortlich).

Aber Veganer töten doch auch Tiere!

Natürlich sterben auch für den Anbau von pflanzlicher Nahrung Tiere, z.B. beim Ernten. Auch Veganer verschlucken mal im Schlaf eine Spinne, töten beim Autofahren Fliegen oder verwenden evtl. mal ein Medikament, das irgendwann an Tieren getestet wurde. Für mich geht es darum, Vermeidbares zu vermeiden, ohne nackt in einer Erdhöhle leben zu müssen. Für meine pflanzliche Nahrung sterben bei der Ernte zwar sicherlich auch Tiere, aber immerhin weniger, wie wenn ich ein Vielfaches dieser Pflanzen an Tiere verfüttern und dann diese essen würde.